"Freie Software" - Eine Investition in die Zukunft!

Published in on 04.27.2012 at 11:47

Dieses Thema wird immer wieder gerne aufgegriffen, leider zu häufig aus der Sichtweise von Herstellern proprietärer Software (siehe beispielsweise preview.tinyurl.com/ca5spyl) . Die Argumente lauten dann u.a.

  •     Wat nix kost, dat is nix
  •     Kein oder schlechter Support, hohe Preise
  •     Nicht geeignet bei individuellen Anforderungen, wie sie bei größeren Unternehmen typisch sind
  •     usw.usf.


Natürlich handelt es sich in diesen Fällen um Marketing-Botschaften der Hersteller oder abhängiger Berater. Zweifelsohne gibt es auch "freie Software", deren Einsatz im kommerziellen Bereich wenig Sinn macht.

Wer aber zweifelt ernstlich daran, dass Organisationen, die Systeme wie Magento, mySQL, Talend oder Rapid Miner einsetzen, meistens eine kluge Entscheidung getroffen haben?

Im Bereich der Webanalyse kommen sogar noch gute Gründe hinzu: Die Möglichkeit der Installation in der eigenen Infrastruktur. Damit kann typischerweise am besten sichergestellt werden, dass unternehmenskritische Informationen nicht in falsche Hände geraten oder auf eine Weise genutzt werden, die nicht mit dem Unternehmen abgestimmt sind. Außerdem unterstützt eine On-Premise Installation die enge Integration mit anderen Systemen (CRM, Data Mining, Email-Marketing, CMS,..).

Mit der Verwendung des Begriffs "freie Software" werden häufig grundverschiedene Werkzeuge in einen Topf geworfen. Der Begriff wird in der Bedeutung "kostenlos" verwendet. Die Kritik umfasst dann Open-Source Software und Services, die von Unternehmen (aufgrund anderer Umsatzquellen) ohne Gebühren angeboten werden. Insbesondere im Webanalyse-Umfeld werden dann damit die Angebote von Google und Yahoo kritisiert.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Einsatz nicht wirklich kostenlos ist. Natürlich nicht!  Spätestens seit Avinash Kaushik 10/90-Regel weiß man, dass sie Tool-Kosten den geringsten Teil ausmachen. Außerdem muss jedes Unternehmen immer Kosten für Infrastruktur, Support und Beratung einkalkulieren.

Was bleibt ist die Aussage: "Teuer" bedeutet oft auch "besser" - zumindest in irgendeinem Sinn. Die Fragen, die sich eine Organisation stellen muss: Muss es immer "teuer" sein? Ist der "Besser"-Bereich im konkreten Fall relevant? Bietet die kostengünstige Variante nicht die signifikante Vorteile in relevanten Bereichen.

Und schließlich: Nicht immer ist "teuer" auch angebracht bzw. finanzierbar. Open Source Software bietet hier die Chance auf eine integrierte Gesamtlösung, in der Webanalyse nur eine Teilkomponente ausmacht.

Posted by: Werner Emde
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